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23.01.2019 11:38 Max von Pettenkofer (1818–1901) Seit 1. August 2018 trägt unser Schulzentrum, Dachorganisation über acht berufliche Schulen, den Namen „Staatliches Berufliches Schulzentrum Max-von-Pettenkofer Neuburg a. d. Donau“, pünktlich zu Pettenkofers 200. Geburtstag. Die Initiative für die Namenserweiterung ging vom Altlandrat und jetzigem bayerischen Staatssekretär Roland Weigert aus. Als im Kollegium der Name zur Abstimmung stand, fragten sich wohl die meisten Lehrkräfte: Wer war denn dieser Max von Pettenkofer? Ein Blick in „Bosls bayerische Biographie“ (1983, S. 581) lässt einiges erahnen: „Begründer der experimentellen Hygiene in Mitteleuropa; Erforschung der Luft und des Grundwassers (Cholera). Die moderne Kanalisation geht größtenteils auf ihn zurück; anerkannt als Seuchenforscher.“ Der aktuellen Pettenkofer-Biographie von Wolfgang G. Locher (2018, RS) ist zu entnehmen: „Als Vordenker in der Gesundheitspflege schuf er Trends in Public Health. Man kann in Deutschland, Europa und der Welt nicht über wissenschaftliche Hygiene sprechen, ohne auf ihn als deren Begründer zu stoßen.“
Maximilian Joseph Pettenkofer ist ein Sohn des heutigen Landkreises Neuburg-Schrobenhausen. Er wird am 3. Dezember 1818 in Lichtenau, heute ein Ortsteil der Gemeinde Weichering, als fünftes von acht Kindern geboren. Der kleine Max wächst in der beschaulich-einsamen Idylle des Donaumooses auf, hilft in der kleinen Landwirtschaft der Eltern und besucht die örtliche Volksschule. Mit neun Jahren holt ihn sein kinderloser Onkel nach München und ebnet damit den Weg einer großen Karriere.
Pettenkofers weiteres, turbulentes Leben füllt ganze Bücher: Abitur mit Auszeichnung, Studium der Pharmazie, Ausbildung zum Apotheker, Studium zum Doktor der Medizin und Chirurgie, kurze Karriere als Theaterschauspieler, Heirat seiner Cousine, Professor für Chemie an der medizinischen Fakultät der LMU München, Erzeugung von Leuchtgas aus Holz, Entwicklung von „Liebigs Fleischextrakt“, Bau eines Respirationsapparates zur Messung des ausgeatmeten Kohlendioxids und damit einer der Begründer der sog. Münchener Stoffwechsel-Schule, Professor für Hygiene und Einführung des Faches „Hygiene“ an der LMU München, Erfinder eines Verfahrens zur Regeneration historischer Bilder, europaweite Cholerauntersuchungen, Ehrenbürger von München, Verleihung des erblichen Adelstitels (aus Max Pettenkofer wird 1882 Max von Pettenkofer), Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, erster Direktor des neu eingerichteten königlichen Prüfinstitutes für Nahrung und Genussmittel, Untersuchungen zur Selbstreinigungskraft der Flüsse, riskanter Selbstversuch mit Cholerabazillen zum Beweis seiner (im Nachhinein als fehlerhaft erwiesenen) Entstehungstheorie der Cholerakrankheit, Verleihung des Titels „Exzellenz“, Freitod in München.
Vom armen Bauernbuben aus dem Donaumoos zum ehrenüberhäuften Wissenschaftler in München, ein Lebenslauf als Vorbild und Ansporn zugleich. Kurz nach seinem Tode am 9. Februar 1901 benannte die Stadt München eine Straße nach Pettenkofer um. 1909 weihte man auf dem Maximiliansplatz ein Pettenkofer-Denkmal ein. Im Jahre 1954 wählte der Stadtrat von Neuburg a. d. Donau für einen Straßenzug den Namen „Pettenkoferring“, seit 1962 steht seine Büste in der Ruhmesstätte Walhalla bei Regensburg. Zum 100. Todestag Pettenkofers im Jahre 2001 veranstaltete das Haus im Moos, Freilichtmuseum und Umweltbildungsstätte in Kleinhohenried nahe Lichtenau, eine Sonderausstellung, die auch zum 200. Geburtstag im Jahr 2018 wieder zu sehen war. Unser „Staatliches Berufliches Schulzentrum Max-von-Pettenkofer Neuburg a. d. Donau“ möchte mit seiner Umbenennung und vielfältigen Projekten einen Beitrag leisten, auch in Zukunft die Erinnerung an den „größten Sohn des Donaumooses“ – insbesondere bei der Jugend – wachzuhalten.  Marcus Prell, November 2018 Literatur (Auswahl):
Wolfgang G. Locher, Max von Pettenkofer. Pionier der wissenschaftlichen Hygiene, Regensburg (Verlag Friedrich Pustet) 2018.
Karl Wieninger, Max von Pettenkofer. Das Leben eines Wohltäters, München 1987.
Friedrich Koch, Max von Pettenkofer. Bilder einer Ausstellung, Schriften aus dem Donaumoos Band 2, o.O. (Kleinhohenried), o.J. (2001). Abbildungen:
Porträt (junger Mann): Franz Hanfstaengl, ca. 1860. Quelle: Wikimedia Commons
Porträt (ca. 1898): unbekannter Fotograf. Quelle: Wikimedia Commons
Büste (vor Pettenkofers Geburtshaus in Lichtenau): M. Prell
Gedenktafel (am Geburtshaus in Lichtenau): M. Prell mehr
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